Januar 18, 2023

Was tun, wenn Beziehungen krank machen?

Der wichtigste Faktor für unser psychisches Wohlbefinden sind Beziehungen. Wer wünscht sich nicht seinen Seelenpartner an seiner Seite zu haben? Aber es sind nicht nur die Paarbeziehungen, die unser Leben beeinflussen. Auch die sozialen Kontakte außerhalb einer Beziehung können sowohl positive als auch negative Einflüsse auf das eigene Leben haben. Unser soziales Umfeld, bestimmt, wie wir uns fühlen. Sie können sich jeden Tag eine Stunde vor den Spiegel stellen und ihrem Spiegelbild erzählen, wie gut er/sie ist. Wenn Sie aber im Kontakt mit Menschen sind, die Sie jeden Tag mit negativen Botschaften überschütten, wird Ihnen Ihr Spiegelbild nicht glauben. Auch die Affirmationen, die wir uns jeden Tag vorsprechen haben keinen positiven Einfluss, wenn wir zum Beispiel in unserer Arbeit unglücklich sind, weil wir keinen Sinn darin sehen.

Wir Menschen haben eine unglaubliche Anpassungsfähigkeit von unseren Vorfahren vererbt bekommen. Unsere Spezies beweist, dass es nicht der stärkste, sondern Anpassungsfähigste ist, der überlebt. Wir sind durch Anpassung zur Krone der Schöpfung geworden, nicht unbedingt durch unsere Intelligenz. Und diese Anpassungsfähigkeit bedeutet aber auch, dass wir uns unserer Umwelt anpassen, auch, wenn sie uns nicht gefällt. Wenn wir eine bestimmte Information oft genug bekommen oder ein bestimmtes Verhalten oft genug wiederholen, passt sich unser Gehirn der Situation an, wenn das soziale Umfeld kontinuierlich negative Informationen aussendet, ist Ihr Gehirn bereit sich auch mit diesen Informationen zu identifizieren. 

Wir wissen aus vielen Studien, dass wenn sie sich lang genug in einer Gruppe von neun Alkoholikern befinden, Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit die Nummer zehn sind. Wenn Ihre Beziehung negativ oder schädigend für Sie sind, sollten Sie eine Entscheidung treffen. Sie werden zu dem Menschen, den Sie sich vorstellen. Wenn sie nur oft genug hören, wie schlimm die Welt ist, werden Sie es irgendwann glauben. Das ist das Gesetz der Konformität. Sie entsteht aus unserem inneren Wunsch nach Zugehörigkeit und Integration. In jeder Gesellschaft herrscht ein Konformationszwang, der bestimmte Werte und Glaubenssätze als Grundsatz innehat. Dieser Zwang hat wie immer gute und weniger gute Seiten. So könnte man die Rechtsprechung als Konformitätszwang beschreiben, der aber gleichzeitig für den Rahmen des gesellschaftlichen Miteinanders sorgt. 

Was würde ich Ihnen raten, sollten Sie mich fragen?

Umgeben Sie sich mit Menschen, die ihnen positive Gefühle geben, die auf der Suche sind nach dem Machbaren und die sich nicht dauernd über das beschweren, was nicht funktioniert.

Unser Geist adaptiert seine Umwelt und kann sich dem Konformitätsdruck nur schwer entziehen. Also hören Sie auf, sich einer Umwelt anzupassen, die ihnen nicht guttut. Passen Sie stattdessen Ihre Umwelt an Ihre Bedürfnisse an.

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